• Start
  • Privates
    • Reisen
      • Asien
        • China
        • Indien
        • Indonesien
        • Malaysia
        • Nepal
        • Philippinen
        • Sri Lanka
      • Europa
        • Bulgarien
        • Dänemark
        • Deutschland
        • Estland
        • Italien
        • Lettland
        • Österreich
        • Polen
        • Portugal
        • Rumänien
        • Slowenien
        • Türkei
        • Ungarn
      • Lateinamerika
        • Argentinien
      • Nordamerika
        • Kanada
  • Arbeit
    • Werbeagentur FETZ
    • Standwert
    • Lead Magnifier
    • Coding Cluster
    • Fotografie
  • Ehrenamt
    • Mein Lions-Weg
    • Lions in Aktion
    • LEOs in Aktion
    • The LEO Book
  • Kontakt
Meine Gedanken zu verschiedenen Themen
Meine Gedanken zu verschiedenen Themen
Meine Gedanken zu verschiedenen Themen
Meine Gedanken zu verschiedenen Themen
Standwert

Messekommunikation als Entscheidungsprozess – ein Workshop-Erfahrungsbericht

20251215-165856-L1010156

Messekommunikation wird oft als Sammlung von Maßnahmen gedacht: Standdesign, Giveaways, Social Media, Nachbearbeitung. Was dabei häufig fehlt, ist eine klare Entscheidungslogik:

Was ist wirklich relevant? Wo entsteht Wirkung? Und was lassen wir bewusst weg?

Genau diesen Zugang haben wir im STANDWERT-Workshop an der FH St. Pölten gewählt. Ziel war es nicht, „bessere Messestände“ zu entwerfen, sondern Messekommunikation als strukturierten Entscheidungsprozess erlebbar zu machen – und gleichzeitig die Methodik selbst auf den Prüfstand zu stellen.

Mit 9 Studierenden aus Bachelor- und Masterstudiengängen haben wir drei Stunden lang intensiv an realitätsnahen Aussteller-Cases gearbeitet.


Das Grundprinzip: vom IST über das SOLL zur Priorität

Im Zentrum des Workshops stand die Arbeit mit den STANDWERT-Touchpoint-Karten.

Sie strukturieren Messekommunikation entlang der Besucherreise in drei Phasen:

  • vor der Messe
  • während der Messe
  • nach der Messe

Der Ablauf war bewusst klar und reduziert:

IST-Zustand verstehen Welche Touchpoints sind bereits im Einsatz? Was passiert dabei wirklich aus Besuchersicht?

SOLL-Zustand entwickeln Welche Touchpoints könnten Wirkung entfalten? Wo entstehen neue Verbindungen, wo Brüche?

Priorisieren Was würde man realistisch umsetzen? Welche Maßnahmen haben den größten Hebel – und welche fallen weg?

    Gerade dieser letzte Schritt war entscheidend:

    Nicht alles, was sinnvoll ist, ist auch relevant. Erst durch Priorisierung wird aus einer Ideensammlung eine Strategie.


    Die drei Workshop-Cases

    Gearbeitet wurde in drei Kleingruppen, jeweils an einem eigenen, fiktiven Aussteller-Case. Alle drei waren bewusst unterschiedlich angelegt, um verschiedene Herausforderungen sichtbar zu machen.

    Case 1: SOLARIX – GreenTech Startup

    Ein junges Unternehmen mit modularen Balkon-Solaranlagen.

    Technisch stark, aber mit wenig Messeerfahrung.

    Herausforderung:

    Komplexe Technik verständlich machen, Vertrauen aufbauen und aus Aufmerksamkeit echte Kontakte entwickeln.


    Case 2: ALPENWELT – Tourismusregion

    Eine bekannte Alpenregion mit schönen Bildern, aber unscharfer Positionierung.

    Herausforderung:

    Differenzierung in einem gesättigten Markt, emotionale Ansprache und nachhaltige Bindung über die Messe hinaus.


    Case 3: CONNECTIVE – B2B-Softwareunternehmen

    Ein etabliertes Tech-Unternehmen mit erklärungsbedürftigem Produkt.

    Herausforderung:

    Nutzen statt Features kommunizieren, Orientierung schaffen und qualifizierte Leads identifizieren.


    Arbeiten mit Reibung – bewusst so angelegt

    Der Workshop war kein Durcharbeiten eines vorgegebenen Schemas.

    Im Gegenteil: Reibung war explizit erwünscht.

    Die Gruppen mussten:

    • bestehende Touchpoints kritisch hinterfragen
    • mindestens einen bestehenden Touchpoint streichen
    • neue Maßnahmen begründen
    • und sich am Ende auf wenige, priorisierte Schwerpunkte festlegen

    Gerade hier wurde deutlich, ob die Methodik trägt:

    Wo hilft sie bei Entscheidungen?

    Wo entstehen Unsicherheiten?

    Wo braucht es mehr Klarheit?

    Durch kurze Zwischenpräsentationen konnten alle Gruppen voneinander lernen. Unterschiedliche Denkansätze, Prioritäten und Argumentationslinien wurden sichtbar – und genau das war gewollt.


    Ergebnisse: unterschiedlich, aber klar

    Am Ende standen drei sehr unterschiedliche Ergebnisposter.

    Nicht „perfekt“, aber klar fokussiert.

    • Beim Startup lag der Schwerpunkt stark auf Verständlichkeit und Vertrauensaufbau.
    • Die Tourismusregion arbeitete intensiv an Positionierung und Erlebnisqualität.
    • Das Softwareunternehmen fokussierte sich auf Orientierung, Gesprächseinstieg und Lead-Qualität.

    Gemeinsam hatten alle Ergebnisse eines:

    Sie waren konkreter, reduzierter und umsetzbarer als zu Beginn – und sie wären ohne den strukturierten Prozess so nicht entstanden.


    Eine zentrale Erkenntnis: nicht alles muss digital sein

    Ein besonders spannendes Feedback kam direkt von den Studierenden selbst.

    Auf die Frage, ob es eine digitale Version der Methodik geben sollte, war die Antwort erstaunlich eindeutig: Nein.

    Gerade das physische, haptische Arbeiten mit Karten wurde als zentraler Hebel wahrgenommen.

    Nicht als Spielerei, sondern als Denkwerkzeug.

    Die Karten lagen sichtbar auf dem Tisch, wurden verschoben, gestrichen, priorisiert. Entscheidungen wurden greifbar – und damit diskutierbar. Eine rein digitale Variante hätte genau diesen Effekt abgeschwächt.


    Warum dieses Format funktioniert – in Lehre und Praxis

    Der Workshop hat gezeigt, dass sich Messekommunikation sehr gut über strukturierte, haptische Methoden vermitteln lässt.

    Nicht durch Erklärung, sondern durch gemeinsames Arbeiten, Diskutieren und Entscheiden.

    Für Bildungseinrichtungen bietet das Format:

    • Praxisnähe
    • aktives Lernen
    • und ein realistisches Verständnis für Komplexität

    Für Unternehmen:

    • Klarheit
    • Fokus
    • und bessere Entscheidungen vor der nächsten Messe

    Fazit

    Der Nachmittag an der FH St. Pölten war kein klassischer Workshop – sondern ein Testlauf unter realen Bedingungen.

    Für die Methodik.

    Für das Format.

    Und für die Frage, wie Messekommunikation heute sinnvoll gedacht werden kann.

    Nicht als Maßnahmenkatalog.

    Sondern als bewusster Entscheidungsprozess entlang der Besucherreise.

    Shares
    das könnte dir auch gefallen
    IMG_1792
    Standwert

    Warum es Zeit ist für ein österreichweites Sensibilisierungsformat für Aussteller

    3 MINS LESEZEIT
    10. Dezember 2025

    In den letzten Jahren ist mir in der Messearbeit etwas immer klarer geworden: Erfolg auf Messen ist heute weniger eine Frage von Fläche, Design oder Technik – sondern eine Frage von Orientierung, Klarheit und Verständnis für Wirkung. Diese Erkenntnis ist nicht plötzlich entstanden. Sie ist das Ergebnis vieler Gespräche, Workshops und Beobachtungen über mehr als …

    IMG_0194 (1)
    Standwert

    Vom Messestand zur Messejourney: Ein Workshop mit Scheuch LIGNO

    3 MINS LESEZEIT
    3. Dezember 2025

    Wie entsteht Klarheit in der Messekommunikation, wenn viele Rollen, Erwartungen und Erfahrungen zusammenkommen?
    Im STANDWERT-Workshop mit Scheuch LIGNO wurde die geplante HOLZ-HANDWERK konsequent aus Besuchersicht betrachtet – strukturiert, gemeinschaftlich und mit klaren Erkenntnissen für eine wirksame Messejourney.

    Blog - 30 Prozent (3)
    Standwert

    Warum dein Messestand nur 30% deines Auftritts ist – und was den Rest ausmacht

    6 MINS LESEZEIT
    15. Mai 2025

    Der eigentliche Fehler liegt in der Annahme, dass der Messestand das Zentrum deines Auftritts ist. Denn in Wahrheit ist er nur ein Teil davon. Ein Drittel, wenn man großzügig rechnet. Und die anderen zwei Drittel? Die bleiben oft unter dem Radar – und genau dort verbirgt sich das ungenutzte Potenzial.

    Datenschutz.
    Meine Gedanken zu verschiedenen Themen
    • Privat
    • Arbeit
    • Ehrenamt
    • Datenschutz
    • Kontakt
    Halt! – Cookies! Ja, auch ich verwende Cookies – wenn du anonym weitersurfen möchtest, ist das natürlich völlig in Ordnung
    EinstellungenAblehnen Akzeptieren
    Manage consent

    Privacy Overview

    This website uses cookies to improve your experience while you navigate through the website. Out of these, the cookies that are categorized as necessary are stored on your browser as they are essential for the working of basic functionalities of the website. We also use third-party cookies that help us analyze and understand how you use this website. These cookies will be stored in your browser only with your consent. You also have the option to opt-out of these cookies. But opting out of some of these cookies may affect your browsing experience.
    Necessary
    immer aktiv
    Necessary cookies are absolutely essential for the website to function properly. This category only includes cookies that ensures basic functionalities and security features of the website. These cookies do not store any personal information.
    Non-necessary
    Any cookies that may not be particularly necessary for the website to function and is used specifically to collect user personal data via analytics, ads, other embedded contents are termed as non-necessary cookies. It is mandatory to procure user consent prior to running these cookies on your website.
    SPEICHERN & AKZEPTIEREN