Wenn man über Leadership spricht, denkt man oft an Unternehmen, Strukturen, Teams, KPIs. Doch es gibt einen Ort, an dem Führung ganz anders funktioniert: im Ehrenamt. Ohne Titel, ohne Machtmittel, ohne Druck. Menschen folgen nicht, weil sie müssen – sondern weil sie wollen.
Genau in diesem Umfeld durfte ich drei Tage lernen, denken, diskutieren und mich austauschen: beim Präsenzseminar der 1. und 2. Vize-Distrikt Governor aus Deutschland, Österreich und der Schweiz/Liechtenstein in Wiesbaden. Gemeinsam vertreten wir in den kommenden zwei Jahren mehr als 70.000 Lions-Mitglieder in über 2.000 Clubs. Eine große Verantwortung – und ein beeindruckender Raum für Zusammenarbeit.
Ein Blick hinter die Kulissen
Gleich zu Beginn besuchten wir die Geschäftsstelle von Lions Deutschland. Dort laufen täglich alle organisatorischen, strategischen und operativen Fäden zusammen. Mitgliederservice, Kommunikation, internationale Schnittstellen, GAT-Themen – erst vor Ort spürt man, wie viel Professionalität nötig ist, um eine global tätige, aber ehrenamtlich geführte Organisation in Bewegung zu halten.


Lernen, das weit über Lions hinausreicht
Inhaltlich war das Seminar dicht: Entscheidungsprozesse, widerstandsfähiges Leiten, Mitgliederentwicklung, Kommunikation, Zuhören, Mission 1.5 und vor allem – miteinander reden. Vieles davon ist 1:1 auf den beruflichen Kontext übertragbar.
Gerade Themen wie zuhören, bevor man handelt, komplexe Situationen sauber zu analysieren oder klare Prioritäten zu setzen, sind universelle Führungskompetenzen.

Die österreichische Governor-Crew
Natürlich haben wir aus Österreich die gemeinsame Zeit genutzt, um unsere Schwerpunkte für die kommenden zwei Jahre abzustimmen. Es ist motivierend zu sehen, wie klar und offen wir miteinander arbeiten – mit realistischem Blick, aber auch mit Energie für Neues.


Mein persönliches Learning
Trotz aller Online-Sessions, Tools und digitalen Unterstützung bleibt eines bestehen:
Leadership passiert im Gespräch.
Im Austausch.
Im ehrlichen Miteinander.
Die Pausengespräche, das gemeinsame Nachdenken, das Teilen von Erfahrungen – das kann kein Videocall ersetzen.
Im Februar geht die Ausbildung mit einer Präsentations-Schulung in Frankfurt weiter. Und ich freue mich darauf, alles Gelernte sowohl bei Lions als auch in meiner beruflichen Arbeit einfließen zu lassen.
We serve. We lead. Roaaar!



