Anfang September fand in Wels ein zweitägiges Treffen statt, das in vielerlei Hinsicht besonders war: Zum ersten Mal kamen Vertreter:innen des GAT-Teams, die Distrikt-Governor aller drei österreichischen Distrikte, der Governorrats-Vorsitzende, sowie knapp 30 Lions-Führungskräfte aus ganz Österreich für ein gemeinsames Zonenleiter:innen-Auftakt-Meeting zusammen.
Die Veranstaltung war bewusst nicht als „klassische Schulung“ angelegt, sondern als strategisches Auftakttreffen, in dem der Austausch, das Rollenverständnis und die Zusammenarbeit im Mittelpunkt standen. Und vielleicht noch wichtiger: Der Spaß und die Freude am Lions-Engagement sollten dabei nicht zu kurz kommen.
GAT-Treffen: Strategischer Austausch
Freitag, 14:30 Uhr: Bevor die Zonenleiter:innen eintrafen, setzten sich die Vertreter:innen des GAT-Teams (GLT, GMT, GST) aller drei Distrikte mit dem Governorrats-Vorsitzenden (CC) und den drei amtierenden Distrikt-Governors zusammen.
Ziel war es, die Rolle und Aufgabenverteilung innerhalb des GAT (Global Action Team) zu schärfen, offene Fragen zu klären und gemeinsame Prioritäten für das Lionsjahr zu definieren. Es ging dabei um die Unterstützung von Clubs in der Mitgliederentwicklung, die Sichtbarkeit und Wirkung von Serviceprojekten und die Rolle von Leadership-Formaten für die Lions von morgen.
In nur zwei Stunden entstand ein klarer gemeinsamer Rahmen, wie die Zusammenarbeit künftig multidistriktweit funktionieren kann – eine wichtige Grundlage für mehr Wirksamkeit im Ehrenamt. So ein Austausch auf Augenhöhe war längst überfällig, und es war schön zu sehen, wie schnell aus drei Distrikten gemeinsames Teamdenken entstehen kann.

Zonenleiter:innen-Auftakt – mit Struktur und Spirit
Ab 17:00 Uhr startete dann der offizielle Auftakt für die neuen und erfahrenen Zonenleiter:innen. Nach der Begrüßung durch das GLT-Team ging es direkt in eine Präsentation der GAT-Struktur, gefolgt von einer Interviewrunde mit den Verantwortlichen für Leadership, Membership und Service.
Die zentrale Frage lautete: „Was bringt das GAT-Team mir als Zonenleiter:in wirklich?“
Antworten darauf waren konkrete Unterstützung bei Problemen im Club, Vorlagen und Tools zur Mitgliedergewinnung sowie persönliche Ansprechpartner:innen, die wirklich erreichbar sind.
Der anschließende Abend bei gutem Essen und offenen Gesprächen war mindestens genauso wichtig wie die formellen Inhalte – denn Lions leben vom Miteinander und gegenseitigem Vertrauen.





Samstag: Praxis, Austausch und konkrete Planung
Der Samstag begann mit einem Bewegungsimpuls – inspiriert vom Projekt „Lions bewegen Schulen“, das wir kurzerhand als Kurzübung ins Programm nahmen. Eine schöne Gelegenheit, den eigenen Körper und Geist zu aktivieren und gleichzeitig ein neues Projekt kennenzulernen, das in vielen Clubs noch nicht präsent ist.
Danach folgte ein inhaltlich dichter Vormittag mit der Rolle der Zonenleiter:innen – Aufgaben, Rechte, Verantwortungen – sowie Tools und Ressourcen, die die Arbeit im Alltag erleichtern. Wir arbeiteten mit SMART-Zielen, die wir in Kleingruppen auf die eigene Zone anwendeten, und bekamen einen Überblick über Zonen- und Kabinettsitzungen mit vielen Praxistipps.
Besonders spannend: die Arbeit in den Distriktgruppen mit den Governors, wo in Kleingruppen Ziele, Ideen und Maßnahmen für das Lionsjahr besprochen wurden – von Mitgliedergewinnung bis hin zu Kommunikationswegen innerhalb des Distrikts.


Persönlicher Zugang & Lions mit Freude gestalten
Was mir als Organisator besonders wichtig ist – und immer bleiben wird: Lions soll nicht nur Arbeit machen. Es soll Sinn machen. Und es darf auch Spaß machen.
Ich profitiere persönlich sehr stark von meinen Ausbildungen in internationalen Lions-Trainings wie FDI, ALI und LCIP, die mir gezeigt haben, wie Leadership im Lions-Kontext motivierend, modern und methodisch abwechslungsreich gestaltet werden kann. Diese globalen Perspektiven und innovativen Ansätze bringe ich gerne in die österreichische Lions-Arbeit ein – sei es durch neue Workshop-Formate oder internationale Best Practices.
Deshalb baue ich gerne interaktive Elemente und Activizer ein: ein selbst entwickeltes Lions-Bingo, das Teilnehmer:innen ermutigt, miteinander ins Gespräch zu kommen, ein Gruppen-Experiment, bei dem alle gleichzeitig einen Kreis zeichnen, ohne miteinander zu reden – um nonverbale Kommunikation sichtbar zu machen – oder die Integration internationaler Einblicke und Lions-Kampagnen, die ich auf Reisen oder in globalen Lions-Gruppen entdeckt habe.
Ich glaube, genau diese Kombination aus Struktur, Austausch und Kreativität macht solche Veranstaltungen lebendig – und das Lions-Engagement nachhaltig.




Löwensafari & Abschluss in der Stadt Wels
Als Abschluss ging es am Nachmittag bei strahlendem Wetter auf eine kleine Löwensafari durch Wels: Wir haben das großartige Projekt „Wels zeigt Herz“ erkundet, bei dem rund 30 individuell gestaltete Löwenskulpturen in der ganzen Stadt verteilt wurden – als sichtbares Zeichen von Lions-Engagement, Kunstförderung und regionalem Zusammenhalt.
Auch das ist Lions: Neugier, Netzwerk und Sichtbarkeit nach außen.






Und wie geht’s weiter?
Die Veranstaltung in Wels war der Auftakt. Im November folgt eine Online-Schulung für Funktionär:innen, im Jänner eine weitere Präsenzveranstaltung in Wels – diesmal mit Fokus auf Clubfunktionär:innen, Projektarbeit und praktisches Leadership-Wissen.
Denn eines ist klar: Gut informierte, motivierte und vernetzte Führungskräfte sind das Fundament für Lions-Arbeit mit Wirkung.
We Serve – mit Struktur, Freude und einem gemeinsamen Ziel.



